DER TIMMBLOG

Unser Ratgeber:

16. Juli 2018

 

Hilfe bei Diabetes Typ 2:

Wenn Sie die Diagnose Diabetes Typ 2 erhalten, sind Sie sicher geschockt und unsicher. Sie sollten dennoch wissen, dass Diabetes Typ 2 zwar nicht heilbar, aber ziemlich gut behandelbar ist, sodass Sie ein weitgehend beschwerdefreies Leben führen können. Eine Voraussetzung dafür ist, dass Sie die Erkrankung und die Behandlung annehmen und zumFachmann/frau Ihrer Erkrankung werden. Denn erst wenn Sie gut informiert und aufgeklärt sind, können Sie entscheiden, welche Behandlungsmaßnahmen Sie auch mittragen können und wollen.
Ein Beitrag dafür wird es sein, Ihren Lebensstil zu ändern, sodass Sie diesen auch wirklich einhalten können. Das kann bedeuten, dass Sie sich von lieb gewonnenen Gewohnheiten verabschieden müssen, die sich über Jahre im Alltag eingeschlichen haben. Hierzu gehören besonders Ess- und Trinkgewohnheiten sowie das Maß an Bewegung. Denn durch Gewichtsverlust und körperliche Bewegung ist es durchaus möglich, die Unempfindlichkeit der Körperzellen (lnsulinresistenz) gegenüber lnsulin zumindest teilweise aufzuheben. lst das Vollbild Diabetes erreicht, können Sie durch eine konsequent eingehaltene Therapie das Auftreten von Folgeerkrankungen hinauszögern oder abmildern. Diese Gewohnheiten zu ändern ist eine Aufgabe, die nur durch Ihre eigene Geduld, Übung und in einzelnen Schritten zu bewältigen ist.

Hierzu hat das Timm- Team ein paar Tipps zusammengestellt:

Schritt 1: Verantwortung
Zuerst sollten Sie erkennen, dass in erster Linie Sie selbst dafür verantwortlich sind, wie sich die Erkrankung fortan entwickelt. Nicht der Arzt oder Ihre Angehörigen sorgen dafür, dass sich Ihre Blutzuckerwerte verbessern , sondern nur Ihre persönliche Entscheidung, etwas dafür oder dagegen zu tun.
Schritt 2: bewusst werden
Ein neues Leben zu beginnen heißt, dass Sie sich bewusst machen, welche Gewohnheiten zu Ihrer Erkrankung beitragen. Sie sollten sich Fragen, ob seelische Belastungen, Ängste oder Stress Sie anfällig machen, vermehrt bei kalorienreichen Nahrungs- oder Genussmitteln (wie z. B. Alkohol, Süßigkeiten) zuzugreifen. Vielleicht wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, sich mit dem, was Ihre Seele bedrückt, auseinanderzusetzen und nach Lösungen zu suchen.

Schritt 3: Selbstvertrauen
Gewohnheiten zu ändern hat sehr viel mit Selbstvertrauen zu tun. Was trauen Sie sich wirklich zu, verändern zu können?Setzen Sie sich realistische Ziele, die Sie auch erreichen können. Es kommt darauf an, dass Sie sich Ihr neues Ess- und Trinkverhalten in dem Maße angewöhnen, wie Sie es sich zutrauen.

Schritt 4: Überwindung
Nicht nur Wollen, sondern machen. Es ist wichtig, dass Sie sich aus Überzeugung und mit Willen so lange selbst motivieren, bis die z.b abendliche Spazierrunde zu einer lieb gewonnenen Gewohnheit geworden ist. Das Gleiche gilt für den Verzicht auf „Dickmacher“. Auch hier heißt es: so lange üben, bis eine ausgewogene Ernährung bei Ihnen selbstverständlich ist.

Schritt 5: Rauchen und Blutdruck
Das Risiko, Folgeerkrankungen zu erleiden, wird durch Rauchen und/oder hohen Blutdruck erheblich erhöht. Die Gifte im Rauch wirken direkt auf alle Blutgefäße, die ohnehin schon durch den Diabetes in Mitleidenschaft gezogen werden. Beides zusammen ist eine gefährliche Mixtur, die in Durchblutungsstörungen der Füße und Hände, Schlaganfall und Herzinfarkt münden kann.

Der Verzicht auf das Rauchen kann folgendes bewirken:
Ihr Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt und Krebserkrankungen sinkt
Ihr Geschmackssinn wird neu belebt, Speisen und Getränke schmecken besser
Ihr körperliches Wohlbefinden und Ihre Leistungsfähigkeit melden sich zurück.
Ähnlich wie das Rauchen schädigt auch ein zu hoher Blutdruck die Gefäße: sie verengen sich, versteifen und werden brüchig.
Lassen Sie Ihren Blutdruck regelmäßig kontrollieren und gegebenenfalls behandeln.

Schritt 6: Der Arzt
Sie sollten sich regelmäßig von Ihrem Haus- und Augenarzt untersuchen lassen; falls noch keine Folgeerkrankungen vorliegen, sollte eine Untersuchung mindestens einmal im Jahr stattfinden. Sind erste Symptome (z. B. nachlassende Sehkraft, Kribbeln in den Füßen) spürbar, sollten Sie mit Ihrem Arzt darüber sprechen.
Lassen Sie in regelmäßigen Abständen:
Ihre Augen untersuchen (Augenarzt)
die Eiweißausscheidung im Urin bestimmen (Hausarzt)
Ihre Füße überprüfen (Hausarzt)
eine körperliche Untersuchung durchführen, einschließlich Blutdruckmessung und Bestimmung der Blutfettwerte (Hausarzt)
Die regelmäßigen Untersuchungsergebnisse trägt der Arzt in Ihren Gesundheitspass Diabetes ein.